Ein Bauernmarkt ist mehr als die Summe seiner Stände. Er ist Nahversorger, Treffpunkt, Frequenzbringer und manchmal auch Nachrichtenbörse mit Gemüsebeilage. Damit das so bleibt, muss er sich weiterentwickeln. Aber wohin? Diese Frage kann man am Schreibtisch beantworten – oder man fragt die Menschen, die den Markt besuchen.
Genau das macht Knittelfeld jetzt. Per Bürgerbefragung möchte das Citymanagement wissen, was sich die Bevölkerung wünscht. Welche Produkte fehlen? Was gefällt? Welche Angebote würden neue Besucher anziehen und zum längeren Bleiben einladen?
Bürgerbeteiligung ist weder Wunschkonzert noch Pflichtübung. Wenn zehn Menschen befragt werden, gibt es mitunter zwölf Meinungen – drei davon betreffen Parkplätze. Trotzdem sind die Rückmeldungen wertvoll. Sie zeigen, wo Bedarf besteht, welche Ideen viele teilen und wo Erwartungen an der Realität vorbeigehen.
Ein Bauernmarkt funktioniert nur, wenn Interessen zusammenfinden: Die Kundschaft wünscht Vielfalt, die Standbetreiber brauchen verlässliche Umsätze und gute Bedingungen, die Innenstadt braucht Frequenz und Aufenthaltsqualität. Gute Entwicklung heißt nicht, jede Forderung umzusetzen. Sie heißt, zuzuhören, abzuwägen und nachvollziehbar zu entscheiden. Mit der Befragung lädt das Citymanagement die Bevölkerung ein, den Bauernmarkt mitzugestalten. Wer mitredet, übernimmt ein Stück Verantwortung dafür, was daraus wird.
Deshalb gilt: Wünsche nicht nur beim Kaffee besprechen, sondern in die Umfrage schreiben. Ein lebendiger Markt entsteht durch Menschen, die ihn besuchen, nutzen und zu ihrem Markt machen. Umfragebögen gibt es bei allen Standbetreibern und im Citymanagement. Oder nehmen Sie online teil unter www.marktln-knittelfeld.at und gestalten Sie den Markt aktiv mit!